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	<title>Kulturgüterschutz</title>
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		<title>Kulturgüterschutz</title>
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		<title>Conference: Archaeology in Conflict</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 20:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soziologieheute</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[http://etf.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/fak_etf/Galerie_Archiv/2010/archaeology_in_conflict/archaeologyinconflict_unionline.pdf<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kulturgueterschutz.wordpress.com&amp;blog=14384585&amp;post=379&amp;subd=kulturgueterschutz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kulturgueterschutz.wordpress.com/379/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kulturgueterschutz.wordpress.com&amp;blog=14384585&amp;post=379&amp;subd=kulturgueterschutz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kulturgüterschutz &#8211; eine komplexe Aufgabe</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 07:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soziologieheute</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gewährleistung des Respekts vor dem Kulturerbe von Gemeinschaften, Gruppen u. Individuen von Bernhard Hofer (Auszug aus: Public Observer, Nr. 50 v. 31. 3. 2008) Die Kultur &#8211; als Begriff &#8211; war schon immer ein Reibungspunkt &#8211; sei es nun für Eroberer, Missionare, Politiker, Werbefachleute oder Wissenschaftler. In diesem Beitrag soll auf den Schutz des Kulturgutes [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kulturgueterschutz.wordpress.com&amp;blog=14384585&amp;post=238&amp;subd=kulturgueterschutz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gewährleistung des Respekts vor dem Kulturerbe von Gemeinschaften, Gruppen u. Individuen</strong></p>
<p><em><strong>von Bernhard Hofer (Auszug aus: Public Observer, Nr. 50 v. 31. 3. 2008)</strong></em></p>
<p>Die Kultur &#8211; als Begriff &#8211; war schon immer ein Reibungspunkt &#8211; sei es nun für Eroberer, Missionare, Politiker, Werbefachleute oder Wissenschaftler. In diesem Beitrag soll auf den Schutz des Kulturgutes eingegangen werden, v. a. den Schutz immateriellen Kulturgutes.</p>
<p>Das Wort Kultur entstammt der lateinischen Sprache (cultura = Landwirtschaft, Feldbau &#8230;) und wurde nahezu bis ins 19. Jahrhundert auch in diesem Sinne gebraucht. Kultur wurde mit Zivilisation gleichgesetzt und als Gegensatz zur Natur betrachtet. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts erlangte der Kulturbegriff eine Erweiterung und wird heute &#8211; abgesehen von der Verwendung als Modewort &#8211; ganz allgemein mit Kunst, Religion und Wissen gleichgesetzt. Spricht man über ein „Kulturgut“, so meint etwa der Duden damit „die Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Lebensäußerungen einer Gemeinschaft, eines Volkes.“ Kulturgüter sind das Produkt menschlicher Leistungen, welche als besonders wichtig und erhaltenswert anerkannt werden. Wird dieses Kulturgut institutionalisiert, so spricht man von einem Kulturdenkmal. Überträgt man die Summe der Kulturgüter auf einen Teil der Gesellschaft oder auf die Gesamtgesellschaft, so spricht man letztlich von „kulturellem Erbe“ (cultural heritage).</p>
<p>Aus Sicht der Kultursoziologie sind es vor allem die kulturellen Symbole und das Thematisieren des Verhältnisses von Kultur und Gesellschaft samt deren Phänomenen, die hier auf fruchtbaren Boden fallen. Enkulturation (individuelle Aneignung von kulturellen Mustern einer Gesellschaft, in die man geboren wird) und Akkulturation (die Aufnahme bislang kulturfremder Elemente) sind dabei die Leitthemen. Max Weber, Friedrich Tenbruck, Wolfgang Lipp, Pierre Bourdieu oder Wilhelm Heitmeyer sind nur einige Soziologen, welche dieser Thematik auf verschiedenste Art und Weise nachgegangen sind.</p>
<p>Seit Jahrhunderten &#8211; doch vermehrt in den letzten Jahrzehnten &#8211; werden Kulturstätten in der ganzen Welt von Raubgrabungen, Plünderungen, Diebstahl u. dgl. bedroht. Der Handel mit illegalen Kulturgütern blüht, ja geht in die<br />
Milliarden, und in den Augen so mancher Kunstliebhaber gilt dieser Handel nach wie vor als Kavaliersdelikt.</p>
<p>Die internationale Staatengemeinschaft bekundete in einer Reihe von Konventionen und einzelstaatlicher Maßnahmen den Schutz vor kultureller Ausbeutung. U. a. sind dies: Die Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten (Haager Konvention) vom 14. Mai 1954 mit ihren zwei Zusatzprotokollen, welches ein internationales Abkommen zum Schutz von Kulturgütern bei bewaffneten Konflikten ist. 1964 hat auch Österreich diese Konvention ratifiziert und 1976 die Erfassung und Evidenzhaltung der Kulturgüter sowie die Kennzeichnung mit dem internationalen Schutzzeichen durchgeführt. Im November 1970 formulierte die UNESCO-Konvention Grundprinzipien zum Schutz internationalen Kulturgüter. Illegaler Handel, Vorkehrungen zum Schutz eigenen Kulturgutes, die Verhinderung rechtswidriger Ausfuhr, der Schutz rechtswidrig eingeführten Kulturgutes aus anderen Vertragsstaaten sowie die Herausgabe derselben wurde darin festgelegt.</p>
<p>Dass es allerdings in der Praxis nicht so weit her ist und internationale Übereinkommen nicht die erwünschte Beachtung finden, wird insbesondere in der jüngsten Zeit schmerzlich wahrgenommen. So wurde im Jahr 1993 im Zuge des Krieges im benachbarten Jugoslawien die Brücke von Mostar durch kroatische Granaten in die Luft gesprengt. Für die BewohnerInnen stürzte damit nicht nur eine bloße Brücke, sondern auch die gesamte Erinnerung ein. Die Brücke von Mostar verband das Hinterland mit der Adria und dies seit dem Jahre 1566. Es war auch die Brücke, welche der Stadt ihren Namen gab. Rund acht Jahre dauerte es, bis &#8211; mit Unterstützung der UNESCO &#8211; dieses Denkmal der Baukunst als Kopie des zerstörten Originals Stein für Stein wieder hergestellt wurde. Die UNESCO ging bei diesem Kulturerbe über ihre ursprünglichen Zielsetzungen hinaus; sie trat nicht nur für die Bewahrung dieses Weltkulturerbes ein, sondern unterstützte auch die Rekonstruktion eines zerstörten Denkmals.</p>
<address><a href="http://kulturgueterschutz.files.wordpress.com/2010/06/mostarzerstort.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-245" title="Mostarzerstört" src="http://kulturgueterschutz.files.wordpress.com/2010/06/mostarzerstort.jpg?w=126&#038;h=97" alt="" width="126" height="97" /></a>     <a href="http://kulturgueterschutz.files.wordpress.com/2010/06/mostar1.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-244" title="Mostar" src="http://kulturgueterschutz.files.wordpress.com/2010/06/mostar1.jpg?w=150&#038;h=98" alt="" width="150" height="98" /></a>  </address>
<address><span style="color:#333399;">Am 9. November 1993 wurde die Brücke von Mostar durch die Granaten der kroatischen Armee zum Einsturz gebracht. 1566 erbaut war sie seit 450 Jahren für die Einwohner von Mostar Teil ihres täglichen Lebens. Zwischen 1996 und 2004 wurde die Brücke rekonstruiert und im Juli 2004 neu eingeweiht. Das Bild links zeigt die Brücke nach ihrer Zerstörung; das rechte Bild zeigt die wiederhergestellte Brücke.</span></address>
<p> </p>
<p>Weil sie nicht in das Weltbild der Taliban passten, sprengten diese im März 2001 die beiden Buddha- Statuen von Bamian. Von den seinerzeitigen Skulpturen sind heute lediglich noch Fragmente erhalten. Auch die Schäden in Archiven, Museen sowie dem geplünderten Nationalmuseum in Bagdad/ Irak sind beträchtlich. Von den insgesamt rund 15.000 antiken Fundstücken sind bislang erst knapp 4.000 wieder aufgetaucht. Während des Krieges im Frühjahr 2003 wurden diese gestohlen. Darüber hinaus werden auch von Archäologen noch nicht untersuchte und als historische bedeutsame Ausgrabungsstätten eingestufte Gebiete von US-Militärs als Stützpunkte missbraucht. Es werden darauf Gebäude inkl. Unterirdischer Verkabelung und Röhren errichtet. Antike Stätten werden durch Schutzwälle, das Ausbaggern und schwere Militärfahrzeuge, welche kreuz und quer durch nicht erschlossenes<br />
Gebiet rollen, beschädigt.</p>
<address><a href="http://kulturgueterschutz.files.wordpress.com/2010/06/buddhastatuen-von-bamianafghanistan1.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-241" title="BuddhaStatuen von BamianAfghanistan" src="http://kulturgueterschutz.files.wordpress.com/2010/06/buddhastatuen-von-bamianafghanistan1.jpg?w=80&#038;h=150" alt="" width="80" height="150" /></a>  </address>
<address><span style="color:#333399;">Im März 2001 sprengten die Talibans in Afghanistan die beiden 2000jährigen Buddhastatuen von Bamian. Heute sind von den seinerzeitigen Skulpturen lediglich Fragmente erhalten. Nebenstehendes Bild zeigt eine der Statuen vor der Zerstörung.</span></address>
<p> </p>
<p>Kultur äußert sich jedoch nicht nur in Bauwerken oder &#8211; ganz allgemein &#8211; in materiellen Gütern. Es ist gerade das lebendige Kulturerbe (living heritage), welches meines Erachtens nach besondere Beachtung verdient. Ergänzend zu der Welterbekonvention wurde im Jahre 2003 von der UNESCOGeneralkonferenz die Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes (Convention for the Sageguarding of the Intangible Cultural Heritage) verabschiedet. Damit sollen gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Weitergabe von Alltags– und<br />
Gebrauchswissen zu schützen und den Respekt vor kultureller Vielfalt zu fördern.</p>
<p>Doch was wird unter diesem immateriellen Kulturerbe verstanden? Die UNESCO-Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes identifiziert fünf Bereiche, denen dieses immaterielle Kulturerbe zugeordnet werden kann:<br />
• Mündlich überlieferte Traditionen und Ausdrucksformen, einschließlich Sprache als Trägerin immateriellen Kulturerbes<br />
• Darstellende Künste, wie Musik, Tanz und Theater<br />
• Gesellschaftliche Bräuche, Rituale und Feste<br />
• Wissen und Praktiken im Umgang mit Natur und Universum<br />
• Traditionelle Handwerkstechniken<br />
Diese Konvention trat im April 2006 in Kraft.</p>
<address><span style="color:#333399;"><strong>Artikel 1 – Ziele<br />
</strong>Die Ziele dieses Übereinkommens sind,<br />
a) die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zu schützen und zu fördern;<br />
b) die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Kulturen sich entfalten und frei in einer für alle Seiten bereichernden Weise interagieren können;<br />
c) den Dialog zwischen den Kulturen anzuregen, um weltweit einen breiteren und ausgewogeneren kulturellen Austausch zur Förderung der gegenseitigen Achtung der Kulturen und einer Kultur des Friedens zu gewährleisten;<br />
d) die Interkulturalität zu fördern, um die kulturelle Interaktion im Geist des Brückenbaus zwischen den Völkern weiterzuentwickeln;<br />
e) die Achtung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen zu fördern und das Bewusstsein für den Wert dieser Vielfalt auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu schärfen;<br />
f) die Bedeutung des Zusammenhangs zwischen Kultur und Entwicklung für alle Länder, insbesondere für die Entwicklungsländer, zu bekräftigen und die Maßnahmen zu unterstützen, die auf nationaler und internationaler<br />
Ebene ergriffen werden, um die Anerkennung des wahren Wertes dieses Zusammenhangs sicherzustellen;<br />
g) die besondere Natur von kulturellen Aktivitäten, Gütern und Dienstleistungen als Träger von Identität, Werten und Sinn anzuerkennen;<br />
h) das souveräne Recht der Staaten zu bekräftigen, die Politik und die Maßnahmen beizubehalten, zu beschließen und umzusetzen, die sie für den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in ihrem<br />
Hoheitsgebiet für angemessen erachten;<br />
i) die internationale Zusammenarbeit und Solidarität in einem Geist der Partnerschaft zu stärken, um insbesondere die Fähigkeiten der Entwicklungsländer zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen<br />
zu erhöhen</span></address>
<p> </p>
<p>Unter diesem Gesichtspunkt muss auch die Rolle des Kulturgüterschutzoffiziers im Österreichischen Bundesheer &#8211; im internationalen Vergleich eine wohl einzigartige Einrichtung &#8211; überdacht werden. Diese, nur wenigen ÖsterreicherInnen bekannte Funktion, hatte bislang &#8211; kurz gefasst &#8211; folgende Aufgaben inne:<br />
<em>„Kulturgüterschutzoffiziere überwachen die Respektierung von Kulturgütern durch die eigene Truppe und damit kommt ihnen indirekt auch eine vorbeugende Schutzfunktion hinsichtlich der gegnerischen Einwirkung auf Kulturgüter zu. Als Fachberater ihrer Kommandanten sind sie bei allen Einsatzplanungen im Stab vertreten. Eine zweite wichtige Aufgabe liegt in der Schulung der Truppe und im Erarbeiten entsprechender Schulungs– und Unterrichtsbehelfe, wobei der Kommandantenschulung besonderes Gewicht zukommt. Schließlich nehmen sie als dritte Funktion die Verbindungs– und Kontaktpflege zu den zuständigen zivilen Behörden, Dienststellen und anderen mit Kulturgütern und deren Schutz befassten Personen und Organisationen wahr.“</em> (http://www.kulturgueterschutz.<br />
at/sites/bundesh.php, downloaded 2007-07-09)</p>
<p>Kulturgüterschutz beschränkt sich also nicht nur auf &#8211; grob gesagt &#8211; den Schutz von Baudenkmälern, Museen u. dgl. Kulturgüterschutz beinhaltet neben dem Schutz materieller Kulturgüter auch den Schutz immaterieller Kulturgüter, also &#8211; um es soziologisch auszudrücken &#8211; den Schutz von allem, was der Mensch bis dato hervorgebracht hat und in dem er sich als Teil seiner Welt wieder erkennt. Dazu zählt die Sprache, Lebensformen, Techniken, Ideen, Werte, Auslegungen und Deutungen, Institutionen u. dgl. Unter solch einem Gesichtspunkt erscheint Kulturgüterschutz als äußerst komplexe Materie.</p>
<p>Betrachtet man die derzeitigen Krisen– und Kriegsgebiete in der Welt, so kann man unschwer feststellen, wie wichtig der Schutz kultureller Vielfalt, der jeweiligen Ausdrucksformen und die Sicherstellung der freien Interaktion derselben ist. Die Bindung einer Volksgruppe, ja einer ethnischen Minderheit, zu ihrer Kultur, ihrer Sprache, Tradition, zu Festen und Ritualen, ja ihrer Religion, wird stärker, je mehr Druck von außen einwirkt &#8211; sei es nun politischer, wirtschaftlicher oder auch kultureller Druck. Es ist eine Art Schutzmechanismus, welcher hier in kraft tritt. Die Bedrohung der Kultur, der Sprache, der eigenen Geschichte etc. ist ein Angriff auf die Identität der jeweiligen Gruppe.</p>
<p>Nach George Herbert Mead entwickeln sich Geist (Mind) und Identität (Self) v. a. aus der gesellschaftlichen Interaktion über die Sprache. <em>„Identität entwickelt sich; sie ist bei der Geburt anfänglich nicht vorhanden, entsteht aber innerhalb des gesellschaftlichen Erfahrungs- und Tätigkeitsprozesses, das heißt im jeweiligen Individuum als Ergebnis seiner Beziehungen zu diesem Prozess als Ganzem und zu anderen Individuen innerhalb dieses Prozesses.“</em> (Mead George H.: Geist, Identität und Gesellschaft, 1998) Mead meint, menschliche Identität besteht aus zwei Teilaspekten, dem Ich (I) und dem ICH (ME). Bisherige Erfahrungen und Erinnerungen werden vom ICH sortiert und gespeichert. Damit machen sie einen Teil der Identität aus, welcher objektiviert ist und vom Individuum selber (dem Ich), also dem subjektiven Bereich der Identität, betrachtet werden kann. Es ist dieses Ich (I), welches gegenüber anderen Personen, -gruppen oder Situationen gegenüber Reaktionen auslöst, welche nicht vorhersehbar<br />
sind. Die dadurch gewonnenen Erfahrungen &#8211; sofern sie für das Individuum relevant sind &#8211; werden wiederum im ICH (ME) abgespeichert. Wird nun die Kommunikation (hier im weiteren Sinne gemeint, also nicht nur Sprache, Gestik, Mimik, sondern auch die Ausübung von Riten, das Schreiben, die Anwendung von Techniken, Auslegungen etc.) eingeschränkt oder sogar gänzlich unterbunden, so ist dies ein Angriff auf die eigene Identität. Das „Ich“ als Reaktion auf die Haltung anderer wird bestrebt sein, das „ICH“ (die Haltung anderer, welche man selbst angenommen hat) zu unterstützen, ja &#8211; in Verfolgung dieses Zieles &#8211; auch neue, bislang ungewohnte Wege zu beschreiten.</p>
<p>Protestaktionen, Aufruhr, Terror, Krieg, aber auch Resignation, Rückzug usf. lassen sich v.a. in Gebieten feststellen, wo o.a. Eingriffe in die Kultur und somit die Identität der Menschen erfolgen. Die Spanne der Eingriffe ist schier unendlich: von ethnischen Säuberungen über Sprachverbote, beruflichen oder schulischen Zugangsbeschränkungen<br />
bis hin zu „feineren“ Methoden wie einseitige Nachrichtensendungen, Zensur oder wirtschaftliches Aushungern eines Gebietes.</p>
<p>Kulturgüterschutz &#8211; aus dieser Warte betrachtet &#8211; ist der Schutz der Einzigartigkeit und Vielfalt der Identitäten, die Gruppen und Gesellschaften kennzeichnen und untrennbar mit der Achtung der Menschenwürde verknüpft.</p>
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		<title>Internationaler Workshop Bregenz 2006</title>
		<link>http://kulturgueterschutz.wordpress.com/2010/06/27/internationaler-workshop-bregenz-2006/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 07:47:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soziologieheute</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kulturgueterschutz.wordpress.com/?p=255</guid>
		<description><![CDATA[SUGGESTED PRELIMINARY GUIDELINES ON THE PROTECTION OF CULTURAL PROPERTY IN CRISIS MANAGEMENT OPERATIONS Das vorliegende Papier ist das Ergebnis einer Gruppe nationaler und internationaler KulturgüterschutzexpertInnen anlässlich des Internationalen Workshops „Protection of Cultural Property in Peace Support Operations” (Bregenz, Juni 2006). 1. Einleitung Menschliches Leben ist sicherlich wichtiger als Objekte; dennoch ist es notwendig, Regeln zum [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kulturgueterschutz.wordpress.com&amp;blog=14384585&amp;post=255&amp;subd=kulturgueterschutz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SUGGESTED PRELIMINARY GUIDELINES ON THE PROTECTION OF CULTURAL PROPERTY IN CRISIS MANAGEMENT OPERATIONS</strong></p>
<p>Das vorliegende Papier ist das Ergebnis einer Gruppe nationaler und internationaler KulturgüterschutzexpertInnen<br />
anlässlich des Internationalen Workshops „Protection of Cultural Property in Peace Support Operations” (Bregenz,<br />
Juni 2006).</p>
<p><strong>1. Einleitung<br />
</strong>Menschliches Leben ist sicherlich wichtiger als Objekte; dennoch ist es notwendig, Regeln zum Schutz von Kulturgütern zu haben. Solches Gut stellt das Gedächtnis der Menschheit dar, seiner größten Errungenschaften und in ihm wird das menschliche Leben symbolisiert. Wenn Kulturgüter zerstört werden, leidet die Menschheit. Militäreinsätze und die Nachwirkungen derselben sind oftmals auf die Zerstörung von unersetzlichem Kulturgut hinausgelaufen &#8211; ein Verlust nicht nur für die direkt Betroffenen, sondern für die gesamte Menschheit .</p>
<p>In Anbetracht dieses Verlustes hat die Internationale Gemeinschaft im Jahre 1954 die Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut im Falle bewaffneter Konflikte verabschiedet; ebenso betraf dies ein Protokoll, welches sich mit dem Schutz von beweglichem Kulturgut in besetzten Gebieten befasste. Um den Schutz von Kulturgut zu verbessern, wurden 1977 die Zusatzprotokolle zur Genfer Konvention angepasst. Entsprechend dieser Entwicklung beim Kulturgüterschutz passte die Internationale Gemeinschaft 1999 das zweite Protokoll der Konvention von 1954 entsprechend an.<br />
Das Statut des International Criminal Court 1998 hat vorsätzlich geführte Angriffe gegen geschützte Gebäude und Denkmäler für alle politischen und militärische Ebenen als kriminell deklariert. In weiterer Folge wurde 2003 die Konvention für den Schutz von „nicht greifbarem“ Kulturerbe verabschiedet, um damit eine Brücke zum Schutz immateriellen Kulturerbes zu schlagen. Internationales humanitäres Recht (IHL) wird nicht nur in internationalen Übereinkommen festgelegt, sondern ebenso im international üblichen Recht. International übliches Recht wird durch die Staaten, welche dieses Recht praktizieren, geformt. Dieses international verbreitete Recht entwickelte allgemein anwendbare Bestimmungen, welche sich spezifisch mit dem Schutz von Kulturgut befassten.<br />
1. Jede Konfliktpartei muss Kulturgut respektieren.<br />
2. Die Zerstörung oder Beschädigung von Gütern, die besondere Bedeutung für das kulturelle Erbe der Menschen haben, ist verboten, es sei denn, zwingende militärische Notwendigkeit spricht dagegen.<br />
3. Jede Konfliktpartei muss Kulturgut schützen.<br />
4. Die Besatzungsmacht muss den illegalen Export von Kulturgut aus dem besetzten Gebiet verhindern und illegal exportiertes Eigentum an die zuständigen Behörden des besetzten Gebietes retournieren.</p>
<p>Internationale Organisationen, insbesondere die UNESCO, das Internationale Komitee des Roten Kreuzes, ebenso wie NGO‘s, unterstützen die Verbreitung und Beobachtung des International Humanitarian Law (IHL) im allgemeinen und den Schutz von Kulturgut im besonderen. Richtlinien wie die „European Union Guidelines on promoting compliance with IHL“ (2005) , „NATO STANAG 2449 LO &#8211; Training in the Law of Armed Conflict“ (2003) oder das „UN Secretary-General‘s Bulletin: Observance by UN forces of IHL“ (1999) wurden entwickelt, um dies zu unterstützen und sichtbar zu machen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>2. Zweck und Anwendungsbereich</strong><br />
Der Zweck des vorliegenden Papiers ist es, das Bewusstsein der politischen und militärischen Entscheidungsträger der Europäischen Union (UN/ NATO/AU) und seiner Institutionen, Gremien und Kräfte sowie Drittstaaten und &#8211; wenn zutreffend &#8211; nichtstaatlicher Akteure im Hinblick auf den Kulturgüterschutz im Falle von bewaffneten Konflikten und anderen Situationen, welche nicht die Schwelle eines bewaffneten Konflikts erreichen, einschließlich Krisenmanagement-Operationen (Peace Support Operations, Crisis Response Operations) zu lenken. Der Schutz von Kulturgut ist zu jeder Zeit sicher zu stellen. Es unterstreicht das Abkommen der Europäischen Union (UN/NATO/AU), welches die sichtbare und konsequente Befolgung Internationalen humanitären Rechts fördern will. Das Papier richtet sich an alle Entscheidungsträger innerhalb des Rahmens der Europäischen Union (UN/NATO/AU) insoweit, als die betreffenden Angelegenheiten in deren Verantwortungs– und Kompetenzbereich fallen.</p>
<p>Der Schutz von Kulturgut kann nur dann erreicht werden, wenn zivile und militärische Verantwortliche eng zusammen arbeiten. Aus diesem Grund sollte dieses Papier insbesondere Beachtung finden bei:<br />
- den internationalen politischen Gremien (EU-Rat, EU-Kommission) &#8211; UNDPK, NAC/AU-Commission;<br />
- den militärischen und zivilen Planern von Operationen;<br />
- den Mitgliedern der Streitkräfte in Operationsgebieten;<br />
- dem Personal von internationalen Organisationen und NGOs in Operationsgebieten;<br />
- den örtlichen zivilen und militärischen Verantwortlichen;<br />
- Konfliktparteien.</p>
<p><strong>3. Richtlinien für die Planung von Operationen<br />
</strong>a) Der Kulturgüterschutz erfordert u.a. Rücksichtnahme<br />
- auf die Benennung von für den Kulturgüterschutz verantwortlichen Behörden<br />
- die Planung und Durchführung von vorbeugenden und verhindernden Maßnahmen wie z. B. Bewahrung, Wartung, Erfassung und Aktualisierung von Kulturgüterverzeichnissen;<br />
- finanzielle Implikationen im Budget hinsichtlich der Operation;<br />
- die Benennung von besonders geschultem Personal für solche Zwecke wie Kulturgüterschutzoffiziere;<br />
- passendes Training von Personalschutzmaßnahmen vor Aufstellung.<br />
b) Bei der Lagebeurteilung sollten folgende Faktoren u. a. beachtet werden:<br />
- Identifizierung und Überprüfung des Kulturgutes;<br />
- Klassifikation des Kulturgutes;<br />
- Bewertung des Zustandes des Kulturgutes;<br />
- Umfassende Gefährdungseinschätzung;<br />
- Maßnahmen für die unterschiedlichen Handlungsabläufe.<br />
c) Während der Operationen sollte der Schutz von Kulturgütern insbesondere für folgende Fälle geplant werden:<br />
- Wiederaufnahme von Feindseligkeiten;<br />
- Aufruhr und Unruhen;<br />
- Zerstörung von Kulturgut im Falle ethnischer Säuberungen;<br />
- natürliche und von Menschen verursachte Katastrophen.<br />
d) Während der Planungsphase sollten zivile und militärische Planer auch die Anliegen nationaler oder internationaler Körperschaften, insbesondere der UNESCO, oder NGOs hinsichtlich des Schutzes, der Wartung, Erfassung und Aktualisierung von Kulturgütern beachten.<br />
e) Zusätzlich sollten ebenso die Bereitstellung ausreichender Arbeitskräfte (qualifiziertes Personal) und logistischer Unterstützung (z. B. Transport, Kartenmaterial, Gebäude, Baumaterial und Maschinen berücksichtigt werden.</p>
<p><strong>4. Spezifische Aufgaben/Verpflichtungen im Kampfgebiet während einer Operation</strong><br />
a) eine dauerhafte zivil-militärische Verbindungsstruktur wie eine gemeinsame Kommission, bestehend aus zivilen und militärischen nationalen und internationalen Experten, sollte zum Zweck der Koordination, Kontrolle und Beaufsichtigung der Umsetzung des Kulturgüterschutzes im Kampfgebiet eingerichtet werden; weiters zur Kenntlichmachung von Gütern mit besonderem und erhöhtem Schutz; der Planung von Notfallmaßnahmen zum Schutz gegen Feuer, Einsturz oder anderer potenzieller Bedrohung; der Vorbereitung zur Evakuierung von beweglichem Kulturgut oder der Bereitstellung adäquaten Schutzes vor Ort; die Nennung zuständiger Behörden, welche für die Sicherung des Kulturguts verantwortlich sind; die Berücksichtigung der Einrichtung von Kulturgüterschutzzellen in multinationalen Hauptquartieren; die Verhinderung von illegalem Handel mit Kulturgut.<br />
b) Detaillierte zu erbringende Maßnahmen:<br />
- Erstellung und Aktualisierung von Kulturgüterverzeichnissen, abgestützt auf Mikrofilmdokumenten, digitalen Fotografien, digitalisierten Dokumenten und Gebäudeplänen;<br />
- Veröffentlichung einer Kulturgüterkarte des Kampfgebietes;<br />
- Dokumentation der vom betroffenen Personal ergriffenen Maßnahmen;<br />
- Notfallpläne im Falle der Wiederaufnahme von Feindseligkeiten, Aufruhr und Unruhen, kulturellen Säuberungen, Naturkatastrophen;<br />
- Evakuierungspläne;<br />
- Regeln betreffend des Besuchs bei Kulturgütern durch internationales Personal während einer internationalen Operation;<br />
c) Personelle und logistische Unterstützung (inkl. finanzielle Unterstützung)<br />
- Sicherheit (Bewachung, Absicherung)<br />
- Transport, Schutzräume usw.<br />
- Unterstützung mit anderen Mitteln (Licht, Personal, Heizung, Notkonstruktionen, Dokumentationen usw.)<br />
d) Ausbildung und Übung<br />
- allgemeine Ausbildung von Einheiten<br />
- Aufnahme einer spezifischen Bestimmung zum Schutz von Kulturgut in den Bestimmungen über die Anwendung von Gewalt;<br />
- Aufnahme einer spezifischen Bestimmung zum Schutz von Kulturgut im Handbuch der Kommandanten;<br />
- Aufnahme einer spezifischen Bestimmung zum Schutz von Kulturgut in die Soldatenkarte;<br />
- Herausgabe einer Anleitung betreffend des Schutzes von Kulturgut;<br />
- Anleiten und/oder Unterstützen von Trainings vor Ort zum Schutz von Kulturgut<br />
- Durchführung von realen Übungen zum Schutz von Kulturgut</p>
<p><strong>5. Persönliche Schuld<br />
</strong>Das IHL bietet ein System zur Durchsetzung und Bestrafung bei Verletzung der Regeln basierend auf den Prinzipien des individuellen Verschuldens sowohl militärischer als auch ziviler Verantwortlicher. Die hierarchisch Vorgesetzen werden ebenso zur Verantwortung gezogen, wenn sie verabsäumen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Untergebenen vor Vertragsbrüchen des IHL abzuhalten.<br />
Dies betrifft:<br />
- Mitglieder des EU-Rats, PSC, EUMC(UNDPK, NAC, MC, AUCommission);<br />
- Sondergesandte und Missionsleiter;<br />
- Operations Commanders, Force Commanders;<br />
- Taktische Kommandanten am Boden;<br />
- Angehörige der Streitkräfte;<br />
- Mitglieder der zuständigen zivilen Behörden;<br />
- jede andere militärische oder zivile Person.</p>
<p><strong>6. Schlussbetrachtung</strong><br />
Kulturgut ist nicht nur für einzelne Staaten, sondern für die gesamte internationale Gemeinschaft wichtig. Es ist nicht nur eine zivile, sondern ebenso eine militärische Verpflichtung, die relevanten gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz von Kulturgut anzuwenden und zu respektieren. Um dieser Verantwortung professionell und glaubwürdig nachzukommen, muss sowohl von ziviler als auch militärischer Seite ein System zum Schutz von Kulturgut in der Planung und Durchführung von Operationen vorhanden sein. Da der Schutz von Kulturgut ein dynamischer Prozess ist, muss er Schritt halten mit den Entwicklungen im IHL, internationalen Beziehungen, Politiken und der Kriegsführung. Das vorliegende Papier stellt ein wertvolles Mittel für weitere Betrachtungen und Empfehlungen zur Befolgung der relevanten internationalen gesetzlichen Bestimmungen in Krisenmanagement-Operationen (Friedenssicherung, Krisensicherung) dar.<br />
<em><span style="color:#333399;">Übersetzung aus dem englischen Originaltext: Bernhard Hofer</span></em></p>
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		<title>Kulturelle Vielfalt</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 06:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soziologieheute</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Bertelsmann Stiftung KULTURELLE VIELFALT ALS WETTBEWERBSFAKTOR FÜR UNTERNEHMEN Bertelsmann Stiftung und EU-Kommission plädieren für interkulturellen Dialog (aus Public Observer, Zeitschrift für sozialwissenschaftliche Analysen und Regionalforschung, Nr. 49 v. 15. 2. 2008) Kulturelle Vielfalt in Betrieben zahlt sich aus. Das zeigt eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung zum Thema &#8222;Synergie durch Vielfalt -Praxisbeispiele zu Cultural Diversity [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kulturgueterschutz.wordpress.com&amp;blog=14384585&amp;post=235&amp;subd=kulturgueterschutz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bertelsmann Stiftung<br />
KULTURELLE VIELFALT ALS WETTBEWERBSFAKTOR FÜR UNTERNEHMEN<br />
Bertelsmann Stiftung und EU-Kommission plädieren für interkulturellen Dialog</strong></p>
<p><em>(aus Public Observer, Zeitschrift für sozialwissenschaftliche Analysen und Regionalforschung, Nr. 49 v. 15. 2. 2008)</em></p>
<p>Kulturelle Vielfalt in Betrieben zahlt sich aus. Das zeigt eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung zum Thema &#8222;Synergie durch Vielfalt -Praxisbeispiele zu Cultural Diversity in Unternehmen&#8220;, die  in Berlin vorgestellt wurde. Wird Vielfalt von Unternehmen strategisch eingesetzt, indem Mitarbeiter aus unterschiedlichen Kulturen besondere Wertschätzung erfahren, können beispielsweise höhere Umsätze erzielt oder ethnische Kundenpotenziale ausgeschöpft werden.<br />
In den drei betrachteten Kategorien &#8222;Kundenorientierung und Marktzugang&#8220;, &#8222;Konfliktreduktion und Zufriedenheit&#8220; sowie &#8222;Zusammenarbeit und internationaler Erfolg&#8220; zeigen die Beispiele, dass nachhaltige Unternehmenserfolge möglich sind und Unternehmen zugleich kulturelle Vielfalt als Herausforderung und Wettbewerbsfaktor sehen.<br />
So sind beispielsweise Firmen wirtschaftlich erfolgreich, deren Mitarbeiter Kunden mit demselben kulturellen Hintergrund bedienen oder kulturspezifische Produkte entwickeln. E-Plus AY YILDIZ schuf die erste Mobilfunkmarke für türkischstämmige Mitbürger in Deutschland, Western Union entwickelte unterschiedliche Strategien für jedes Land, um den unterschiedlichen Bedürfnissen an Finanzdienstleistungen Rechnung zu tragen.</p>
<p>Gezieltes Diversity Management sorgt auch dafür, dass kulturelle Unterschiede verstanden werden und interkulturelle Konflikte in der Zusammenarbeit abnehmen. So schult ThyssenKrupp Steel so genannte Kulturmittler, die sowohl im täglichen Miteinander als auch bei ausländischen Investitionsentscheidungen für eine konstruktive Auseinandersetzung sorgen. Eine klare Wirkung von Diversity sehen deutsche Unternehmen nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung eher bei den weichen Faktoren Kundenzufriedenheit (67 Prozent) und Firmenimage (72 Prozent), einen geringeren Effekt dagegen bei den harten Faktoren Unternehmensgewinn (41 Prozent) und Shareholder Value (34 Prozent). Dadurch unterscheiden sich deutsche Unternehmen von ihren ausländischen Mitbewerbern. So gaben 44 Prozent der deutschen Unternehmen an, Cultural Diversity Management zu praktizieren, im Vergleich zu 75 Prozent der europäischen und 92 Prozent der US-amerikanischen und britischen Unternehmen.</p>
<p>Für die Untersuchung wurden Fach- und Führungskräfte aus folgenden 15 internationalen Unternehmen nach dem Nutzen kultureller Vielfalt befragt: Deutsche Bank AG, ThyssenKrupp Steel AG, Festo AG &amp; Co. KG, IKEA, Siemens AG, E-Plus, Deutsche Telekom AG, MEDIA CONSULTA, ARAMARK, Western Union, Metro AG, Carlson Wagonlit Travel, Daimler AG, Deutsche BP AG und IBM.</p>
<p>Bei der Vorstellung der Studie sagte Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung: &#8222;Indem wir die Stärken und Fähigkeiten von Menschen aus anderen Kulturen anerkennen, schaffen wir eine wichtige Grundlage für ihre erfolgreiche Integration in das Berufsleben und in die Gesellschaft. Man kann Umsatzsteigerungen,<br />
die auf gelebte kulturelle Vielfalt im Unternehmen zurückzuführen sind, sicherlich in Zahlen ausdrücken. Auch Kennzahlen für die Mitarbeiterzufriedenheit gibt es. Wer aber wissen will, wie gut Menschen aus verschiedenen Kulturen kreativ zusammenarbeiten, muss vor allem mit dem Herzen hören.&#8220;</p>
<p>Jan Figel&#8217;, Europäischer Kommissar für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend und Schirmherr des Europäischen Jahres des Interkulturellen Dialogs, unterstrich: &#8222;Wir müssen die Vielfalt am Arbeitsplatz als einen Gewinn wertschätzen, der die Innovation, das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit fördert. Indem wir Vielfalt akzeptieren und Menschen aller kulturellen Hintergründe wertschätzen, bündeln wir die Talente eines jeden Individuums. Wir bieten allen die gleichen Chancen und geben jedem einzelnen die Mittel, um in einer sich rasant entwickelnden Welt zu bestehen.&#8220;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kulturgueterschutz.wordpress.com/235/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kulturgueterschutz.wordpress.com&amp;blog=14384585&amp;post=235&amp;subd=kulturgueterschutz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Willkommen</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 15:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>soziologieheute</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Schutz von Kulturgütern geht uns alle an. Dabei geht es nicht nur um Kulturgüterschutz im Falle von bewaffneten Konflikten wie wir es laufend aus den aktuellen Krisengebieten unserer Welt wahrnehmen. Kulturgüterschutz – so wie ich ihn verstehe – ist viel umfassender und jede(r) ist daran beteiligt/davon betroffen. Auf diesen Seiten habe ich für Sie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kulturgueterschutz.wordpress.com&amp;blog=14384585&amp;post=1&amp;subd=kulturgueterschutz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kulturgueterschutz.files.wordpress.com/2010/06/papa.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-95" title="Papa" src="http://kulturgueterschutz.files.wordpress.com/2010/06/papa.jpg?w=103&#038;h=150" alt="" width="103" height="150" /></a></p>
<p>Der Schutz von Kulturgütern geht uns alle an. Dabei geht es nicht nur um Kulturgüterschutz im Falle von bewaffneten Konflikten wie wir es laufend aus den aktuellen Krisengebieten unserer Welt wahrnehmen. Kulturgüterschutz – so wie ich ihn verstehe – ist viel umfassender und jede(r) ist daran beteiligt/davon betroffen.</p>
<p>Auf diesen Seiten habe ich für Sie die wichtigsten allgemeinen Informationen über Kulturgüter und den Schutz dieser zusammengestellt. Die Seiten werden laufend erweitert und sollen Interessierten dabei helfen, sich schnell einen Überblick über aktuelle Entwicklungen – national und international – zu verschaffen.</p>
<p>Sollten Sie über weitere Informationen verfügen, welche Sie gerne der Allgemeinheit zugänglich machen wollen, würde ich mich über eine Kontaktaufnahme freuen.</p>
<p>Mit besten Grüßen</p>
<p>Dr. Bernhard Hofer</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kulturgueterschutz.wordpress.com/1/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kulturgueterschutz.wordpress.com&amp;blog=14384585&amp;post=1&amp;subd=kulturgueterschutz&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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