Europäisches Kulturerbe-Siegel

7 Dez

EU vergibt erstmals 2013 neue Auszeichnung zur Stärkung des Bewusstseins um die europäische Identität und kulturelle Vielfalt Europas.

Der EU-Kulturministerrat und das Europäische Parlament haben die Einführung einer neuen Auszeichnung beschlossen. Orte, welche die die europäische Einigung, Ideale und Geschichte der EU symbolisieren, können in Zukunft das „Europäische Kulturerbe-Siegel“ tragen. Mit der Vergabe des Europäischen Kulturerbe-Siegels soll das Bewusstsein um die kulturelle Vielfalt gefördert und EU-BürgerInnen die Rolle und Werte Europas näher gebracht werden. Die Initiative zielt insbesondere darauf ab, jungen Menschen in Europa den Zugang zur kulturellen Identität, zum kulturellen Erbe zu erleichtern und deren Bedeutung zu vermitteln.

„Als Bildungs- und Kulturministerin freut es mich besonders, dass im Mittelpunkt dieser EU-Initiative Kinder und Jugendliche stehen. Die Auseinandersetzung mit unserer gemeinsamen Geschichte und den gemeinsamen europäischen Werten sind für ein zukunftsfähiges Europa unerlässlich. In diesem Sinn verstehe ich das Europäische Kulturerbe-Siegel auch als wertvollen Beitrag zur politischen Bildung insgesamt“, so Ministerin Dr. Claudia Schmied.

Ziel des Europäischen Kulturerbe-Siegels ist es, das Wissen um Europa, die EU und ihrer Werte zu verbessern. Vor allem soll das Zugehörigkeitsgefühl von jungen EU BürgerInnen gestärkt und mehr Bewusstsein über nationale und regionale kulturelle Vielfalt Europas geschaffen werden. Das Europäische Kulturerbe-Siegel dient auch als Anreiz für den interkulturellen Dialog bei grenzübergreifenden Stätten und für gezielte Austauschprogramme zwischen den nationalen Stätten. Außerdem erwartet sich die EU einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung einer Region durch nachhaltigen Kulturtourismus.

Die zukünftigen Träger des Europäischen Kulturerbe-Siegels werden in einem mehrstufigen Auswahlverfahren ermittelt. Um die österreichischen Nominierungen zu ermitteln, startet das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur ab sofort die öffentliche Ausschreibung zur nationalen Vorauswahl des Europäischen Kulturerbe-Siegels.

Für die Bewerbung zugelassen sind einzelne Stätten sowie thematisch miteinander verbundene Stätten, auch länderübergreifend. Eingereicht werden können beispielsweise „Stätten“ als Denkmäler, Stätten im ländlichen oder städtischen Raum, Unterwasser- und archäologische Stätten, Industriestätten, Kulturlandschaften, Gedenkstätten, Kulturgüter, mit einem Ort verbundenes immaterielles Kulturerbe und zeitgenössisches Kulturerbe.

Interessierte Trägerorganisationen können sich bis zum 31. Dezember 2012 bei der Fachabteilung EU-Kulturpolitik des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur bewerben (eu-kultur@bmukk.gv.at).

Auf Basis der Empfehlungen einer ExpertInnenjury, bestehend aus Mag. Gabriele Eschig (Österreichische UNESCO Kommission), Dr. Monika Kalista (Land Salzburg), Dr. Walter Putschögl (Oberösterreichische Landesmuseen), Univ.-Prof. Dr. Oliver Rathkolb (Universität Wien) und Dr. Heidemarie Uhl (Österreichische Akademie der Wissenschaften) wird Kulturministerin Dr. Claudia Schmied im Frühjahr 2013 bis zu vier Stätten nominieren. Die Endauswahl trifft eine EU-Jury bis Jahresende, die formale Ernennung erfolgt anschließend durch die Europäische Kommission.

Mehr Information zum Europäischen Kulturerbe-Siegel, detaillierte Bewerbungsmodalitäten und Einreichkriterien sind unter http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/2012/20121015.xml bzw. unter www.bmukk.gv.at/europa/eukultur/kulturerbesiegel.xml abrufbar.

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