Sapsalgae werden zu Termiten-Spürhunden ausgebildet

18 Jan

18.01.2013

In der Stadt Gyeongsan in der Provinz Nord-Gyeongsangin alarmiert ein zweijähriger Hund namens Dandy seinen Trainer, indem er anhält und an einem Holzblock schnuppert. In dem Block befanden sich Termiten, die sich in das Holz fraßen.  „Sie brauchen normalerweise ein Jahr der Ausbildung, um als Termiten-Spürhunde eingesetzt werden zu können“, sagte Kwon Ki-jin, ein Mitarbeiter des Forschungsinstituts, in einem Interview mit Weekly Gonggam. Kwon sagte, dass Dandy in der Lage sein werde, Anfang dieses Jahres seine Arbeit aufzunehmen.

Beim Forschungsinstitut für Sapsalgae Gyeongsan spüren Sapsalgae-Hunde im November 2012 Termiten auf, die Koreas Kulturgütern aus Holz ernsthaften Schaden zufügen (Foto: Yonhap News).

Rund 320 Objekte der 2.300 offiziell registrierten Kulturgüter in Korea bestehen aus Holz. Laut des Koreanischen Kulturerbeamtes (CHA) werden zehn bis 20 hölzerne Kulturgüter jedes Jahr durch Termiten geschädigt. Experten gehen davon aus, dass sich die Zerstörung durch Termiten aufgrund der globalen Erwärmung zunehmend zu einem ernsthaften Problem entwickeln wird.  Das CHA untersucht alle fünf Jahre die Schäden, die Termiten Kulturgütern zufügen. Es ist schwierig, die Schäden durch bloßes Ansehen von außen einzuschätzen, deshalb werden nun die Spürhunde eingesetzt. Bislang werden landesweit allerdings nur drei Termiten-Spürhunde eingesetzt, deshalb bildet das CHA jetzt Dandy und einen weiteren Sapsalgae namens Kkam aus.

„Sapsalgae sind ruhiger und sanfter als andere Hunderassen und können sich gut auf eine Sache konzentrieren“, sagte Ha Ji-hong, Präsident der Korean Sapsaree Foundation und Professor an der Kyungpook National University.

Die CHA plant, insgesamt sechs Sapsalgae zu Termiten-Spürhunden auszubilden – einschließlich Dandy und Kkam. Normalerweise können die Prüfer die Existenz von Termiten mit Ultraschallsensoren feststellen, nachdem die Hunde an einer Stelle angeschlagen haben. Sie verwenden dann Pestizide, um die Termiten abzutöten.  Die ursprüngliche Bedeutung von „Sapsal“ lautet „böse Geister vertreiben“. Die Rasse scheint seit Alters her Teil des koreanischen Alltagslebens gewesen zu sein und wurde auf vielen folkloristischen und buddhistischen Malereien dargestellt. Dennoch wurde die Rasse fast ausgerottet, da um die 1940er Jahre Hundefelle bei den japanischen Besatzern Koreas sehr beliebt waren, denn die Felle wurden verwendet, um daraus Mäntel und Kappen für das Militär herzustellen. Professoren der Kyungpook National University versuchen seit Jahrzehnten, die Art wiederzubeleben, und inzwischen gibt es wieder mehrere tausend dieser Hunde. 1992 wurde der Sapsalgae zu Koreas Nationalem Denkmal Nr. 368 erklärt. Das CHA zieht auch in Betracht, Sapsalgae als Wachhunde für 160 bedeutende Kulturgüter im ganzen Land auszubilden, um Straftaten wie Brandstiftung künftig zu verhindern.

Von Limb Jae-un

jun2@Korea.net

Übersetzung: Gesine Stoyke

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: