Weltkulturerbe Hallstatt verwüstet

20 Jun

In Folge eines Unwetters ist in Hallstatt eine Mure abgegangen und hat den historischen Ortskern verwüstet. Insgesamt 30 Gebäude und 150 Einwohner sind betroffen. Der Katastrophenalarm wurde ausgerufen. Das zur Hilfe angeforderte Bundesheer war im Anmarsch.

Nach den schweren Unwetterschäden in der Marktgemeinde Hallstatt und der Sperre der Pass-Gschütt-Bundesstraße zwischen Gosaumühle und Gosau wurde am Mittwoch für die Region Katastrophenalarm ausgerufen. In Hallstatt sind diesmal rund 150 Bewohner von 30 Häusern in der Gemeinde betroffen. Das zur Hilfe angeforderte Bundesheer war im Anmarsch.

Begonnen habe das Unglück Dienstagabend mit einem heftigen Gewitter, schilderte der Bürgermeister von Hallstatt, Alexander Scheutz (SPÖ), gegenüber der APA den Hergang. „Es ist über Hallstatt gehangen und hat sich immer wieder gedreht. Der Regen hat nicht auslassen“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Plötzlich seien Bäche an Stellen herausgekommen, wo dies noch nie der Fall gewesen sei. Mehrere Ortsteile seien davon betroffen.

30 Personen evakuiert

Am folgenschwersten sei, dass der Mühlbach verklaust worden sei und sich Wasser-, Schlamm- und Geröllmassen in das Ortszentrum ergossen. Nicht nur der Marktplatz, sondern ein weiterer und die anliegenden Gebäude seien betroffen, insgesamt etwa 30 Gebäude mit rund 150 Bewohnern. Der Strom rann auch Mittwochvormittag noch durch das Gasthaus „Seewirt“. Aus dem Hotel „Grüner Baum“ mussten rund 30 Gäste evakuiert werden.

Die freiwillige Feuerwehr Hallstatt war Mittwochvormittag mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz. Allerdings kann der kleine Ort nur etwa zwei Dutzend Helfer aufbieten. Deshalb kam Unterstützung aus den benachbarten Orten Obertraun und Bad Goisern, insgesamt um die 50 Mann. Zusätzlich waren aus der Umgebung spontan freiwillige Helfer angereist. Scheutz ist dankbar: „Wir können jetzt jede helfende Hand brauchen“.

Zuallererst müsse versucht werden, die Verklausung des Mühlbaches zu beseitigen, damit er nicht mehr die Umleitung durch den Ort nimmt. Allerdings sei das Gelände sehr eng. Damit sei ein Einsatz von schwerem Gerät nicht möglich, analysierte der Bürgermeister: „Das muss alles händisch gemacht werden“.

Ein Pionieroffizier ist zur Erkundung nach Hallstatt gefahren, teilte das Bundesheer mit. Gleichzeitig werde die Marschbereitschaft für 30 Soldaten hergestellt. Sobald der Offizier ein Lagebild habe und die Anforderungen kenne, werde die Truppe losgeschickt.

Nicht genug damit, sind nicht weit von Hallstatt auch auf die Pass-Gschütt-Bundesstraße (B166) im Gemeindegebiet von Gosau (ebenfalls Bezirk Gmunden) zwei Muren beziehungsweise Steinlawinen abgegangen. Die Straße wurde dabei auf einer Länge von etwa 80 Meter teilweise bis zu vier Meter hoch verschüttet. Sie musste gesperrt werden. Gosau kann vorerst nur über Salzburg erreicht werden.

Quelle: APA

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