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GEHEIMAKTE SOPHIENSCHATZ – Youtube-Video

Veröffentlicht am 06.12.2013

Es ist der größte Kunstraub der DDR: Im September 1977 stehlen unbekannte Täter den bedeutendsten archäologischen Fund der sächsischen Geschichte aus dem Dresdner Stadtmuseum. Einhundert Ringe aus purem Gold, Dutzende Armbänder und Ketten aus Gold und Emaille sowie acht goldene Ordensketten. Der Sophienschatz, Beigaben aus Fürsten- und Bürgergräbern aus der Zeit zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert, ist millionenschweres Kulturgut und Publikumsliebling der Dresdner.

Den Dieben gelingt der Coup bei helllichtem Tag. Trotz Kamera-Überwachung des Museums, trotz der größten Fahndungsaktion in der Geschichte der DDR, trotz zwölf Verdächtiger und 3 600 Vernehmungen – die Täter werden nicht gefasst. Auch der Schatz bleibt verschwunden.

Erst ein Tipp aus der Kunstszene bringt dem langjährigen Ermittler in diesem Fall, Jürgen Oelsner, 1999 den entscheidenden Hinweis und er kann den Schatz schließlich in Oslo sicherstellen. Oelsner ist eine Art Vorzeige-Cop der DDR: Er verhaftete Honecker und die RAF-Terroristin Susanne Albrecht, er ermittelte gegen Stasi-Chef Mielke. Täter und Hintermänner des Coups von Dresden bleiben allerdings nach wie vor im Dunkeln.

Erst im Sommer 2008 liefern Recherchen den letzten Puzzlestein. Ein Regierungs-Insider aus dem Umfeld des DDR-Kunsthandels sagt aus, derAuftrag zum Schatzraub sei aus dem Regierungsapparat gekommen, und zwar direkt aus dem Büro von Stasi-Chef Mielke. Es wäre zwanzig Jahre nach dem Mauerfall ein kaum bekanntes Stück DDR-Regierungskriminalität.

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